Ehemaliges Thüringer Oberlandesgericht Jena

Forschungsstelle DDR-Recht

Die Forschungsstelle als Dokumentations- und Forschungszentrum
Ehemaliges Thüringer Oberlandesgericht Jena
Foto: Peter Scheere

An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich Schiller-Universität Jena besteht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. iur. Achim Seifert und Prof. Dr. iur. Adrian Schmidt-Recla die Forschungsstelle DDR-Recht. Sie wird getragen vom Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz und kooperiert mit der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena und dem Thüringer Hauptstaatsarchiv Weimar.

Die Forschungsstelle DDR-Recht

1. dokumentiert, digitalisiert und stellt Schriftgut zum „Recht“ der DDR (1949-1989) aus Bibliotheken und Archiven (Normenbestand, Monographien, Dissertationen, Aufsätze, Entscheidungen, Lehrpläne) online bereit. Sie sichtet und erfasst die Bestände von Landesstaats- bzw. -hauptarchiven, insoweit diese Gerichtsakten halten

2. führt mit Entscheidungsträger*innen des DDR-Justizsystems (Richter*innen, Anwält*innen, Professor*innen, Partei- und FDGB-Funktionäre, Angehörige gesellschaftlicher Gerichte) der DDR strukturierte Interviews, stellt Transskripte her und wird diese für Nutzer*innen online bereitstellen

3. sammelt, sichtet und erfasst Nachlässe

4. hilft Ihnen bei Ihrem Forschungsprojekt zum „Recht“ der DDR mit ihrer Expertise.

An der Forschungsstelle DDR-Recht

finden wissenschaftliche Tagungen, Vorträge und Workshops statt und entstehen rechtswissenschaftliche Dissertationen, deren Ergebnisse in einer Schriftenreihe Jenaer Schriften zum DDR-Recht  veröffentlicht werden. 

Fokussiert auf Grundlagen und Teilbereiche des sozialistischen „Rechts“ der DDR geht es darum, Strukturfragen herauszuarbeiten, Tatsache, Umfang und Ausmaß von Ideologisierung, Instrumentalisierung, Marginalisierung, Deprofessionalisierung und Simplifizierung festzustellen, abzuschätzen und damit Beiträge zum Verständnis der Rolle des Rechts in totalitären politischen Systemen zu leisten. Die Forschungsstelle baut Brücken zum Verständnis des Rechts in einem totalitären politischen System, die erforderlich werden, weil die Akteure verschwinden und die Fähigkeit, Quellen des „Rechts“ der DDR hermeneutisch zu verstehen, abnimmt.

Information

Weitere Informationen finden Sie hier.

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