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Hier finden Sie alle Verfahren und wichtigen Hinweise für Ihren Weg an die Universität Jena auf einen Blick.
Zwischen Bücherregalen
Foto: ReuterEin Jurastudium bietet neben den klassischen Berufsperspektiven wie Anwältin/Anwalt, Richterin/Richter und Staatsanwältin/Staatsanwalt vielfältige Betätigungsfelder. Während des Studiums wird nicht nur juristisches Fachwissen vermittelt, man lernt auch, wie man problematische Sachverhalte effizient analysiert sowie logisch und differenziert löst. Wortgewandtheit und Argumentationstechniken werden dabei ebenso wie ein messerscharfes Problembewusstsein geschult. Diese Fähigkeiten sind gerade in Führungspositionen von größter Notwendigkeit.
Zudem ist das Jurastudium ein ausgesprochen praxisbezogenes Studium. Die Rechtswissenschaft nimmt ihre Fragestellungen häufig direkt aus der Praxis. Auch die Ausbildung reagiert darauf: An das Jurastudium schließt sich ein Referendariat an, das die Absolventinnen und Absolventen zur "Volljuristin" bzw. zum "Volljuristen" ausbildet. In dieser Zeit kannst Du alle praktisch relevanten Arbeitsfelder kennenlernen.
Für das Studium sind Geduld, Fleiß und Interesse für die juristische Materie von sehr großer Bedeutung.
Als Juristin/Jurist zu arbeiten heißt, mit Argumenten und Positionen in strukturierter Form - ob nun mündlich oder schriftlich - umzugehen. Wichtig ist daher, dass Du Interesse daran hast, Deine Argumentationsfähigkeit, Deine Sprachkompetenz sowie Dein analytisches Denken stetig zu trainieren.
Überdies solltest Du Durchhaltevermögen mitbringen. Nicht jede Klausur wirst Du im Erstversuch bestehen; nicht immer wirst Du nach dem Besuch einer Vorlesung das Gefühl haben, den Stoff verstanden zu haben. Und spätestens in der Examensvorbereitung musst Du selbständig organisiert lernen können und dies über einen längeren Zeitraum hinweg. All dies erfordert sehr viel Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin sowie die Fähigkeit zur Selbstorganisation.
Fähigkeiten für ein Jurastudium
Grafik: Christiane Fischer, Amy RossadeOft heißt es, wer Jura studiert, lernt Gesetze auswendig. Dies stimmt natürlich nicht, allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass Du nach jahrelanger Arbeit mit den Rechtsquellen die eine oder andere Vorschrift fast wortwörtlich im Kopf hast.
Bei Deiner Studienentscheidung solltest Du die folgenden Punkte berücksichtigen:
Wer sich für ein Jura-Studium entscheidet, hat zumeist die "klassischen" Berufsbilder im Blick:
Allerdings sind weitaus mehr Berufsfelder denkbar. Hier eine Auswahl:
Berufliches
Grafik: Christiane Fischer, Amy RossadeDenys studiert Jura an der Uni Jena
Grafik: FreepikDie juristische Ausbildung gliedert sich in ganz Deutschland in die gleichen Abschnitte:
Zunächst absolvierst Du ein Studium an einer Universität (Regelstudienzeit: 10 Semester). Dieses beendst Du mit der Ersten Prüfung, die das Studium an der Hochschule abschließt.
Hieran anschließend durchläufst Du den juristischen Vorbereitungsdienst ("Referendariat") und absolvierst an dessen Ende die 2. Juristische Prüfung. Für diesen Ausbildungsabschnitt ist nicht mehr die Universität, sondern das jeweilige Bundesland zuständig, bei welchem Du Deinen juristischen Vorbereitungsdienst absolvierst. Erst nach bestandener 2. Juristischer Prüfung darfst Du in den "klassischen" juristischen Berufen - Anwaltin/Anwalt, Richterin/Richter, Staatsanwältin/Staatsanwalt - arbeiten.
Bitte beachte: Solltest Du überlegen, einen rechtswissenschaftlichen Bachelorstudiengang zu absolvieren, dann kannst Du mit diesem Bachelorabschluss keine der "klassischen" juristischen Berufe ergreifen. Hierfür sind zwingend die 1. und 2. Juristische Prüfung erforderlich.
Juristische Ausbildung
Grafik: Christiane FischerDas Jurastudium hat eine Regelstudienzeit von 10. Semestern. Diese Größe zeigt an, wie viele Semester im Regelfall für das Absolvieren des Studiums aufgewendet werden müssen.
Der Studienablauf kann in vier Abschnitte untergliedert werden:
Im Grundstudium werden Dir die Grundlagen in allen Rechtsgebieten (Öffentliches Recht, Zivilrecht und Strafrecht) vermittelt. Die Zeit des Grundstudiums endet mit dem Nachweis über die bestandene Zwischenprüfung.
Hierauf aufbauend folgen im Hauptstudium die Großen Übungen, von denen je Rechtsgebiet eine zu absolvieren ist. Außerdem ist Zeit - je nach Wunsch und Neigung - für einen Auslandsaufenthalt, die Teilnahme an einem Moot Court oder die Absolvierung eines Zertifikatsprogramms (Energierecht oder Rahmen des Law & Language-Programms).
Ebenfalls während des Hauptstudiums absolvierst Du das Schwerpunktbereichsstudium, in welchem Du vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse in einem selbst gewählten Teilbereich der Rechtswissenschaft erwirbst.
Circa ein Jahr wirst Du in der Phase der Examensvorbereitung für Deine Abschlussprüfungen (Staatliche Pflichtfachprüfung) lernen. Das von der Fakultät angebotene einjährige Universitätsrepetitorium inklusive Klausurenkursen sowie Prüfungssimulationen bereitet Dich hierfür bestmöglich vor.
Die Staatliche Pflichtfachprüfung wird vom Land Thüringen durchgeführt. Die im Rahmen dieser Prüfungen erzielte Note ergibt zusammen mit der im Schwerpunktbereichsstudium erzielten Note die Gesamtnote der "Ersten Prüfung".
Die nachstehende Grafik zeigt Dir als grobes Schema den Studienverlauf und alle Studienabschnitte:
Jurastudium
Grafik: Christiane FischerDie nachstehende Grafik gibt Dir einen Überblick über sämtliche Studienabschnitte sowie die im Jura-Studium zu erbringenden Leistungsnachweise (Anzahl, Voraussetzungen und Zeitpunkt):
Die Zwischenprüfung wird in Form von Vorlesungsabschlussklausuren als studienbegleitende Prüfung während des Grundstudiums absolviert.
Bis zum Ende Ihres 4. Fachsemesters (bei einem Studienbeginn im Wintersemester) musst Du insgesamt 6 Klausuren als bestanden nachweisen. In jedem Rechtsgebiet (Öffentliches Recht, Strafrecht und Zivilrecht) sind je 2 Klausuren zu bestehen.
Die Zwischenprüfung dient der Leistungskontrolle und gibt Dir ein erstes Leistungsfeedback. Es ist wichtig, dass Du die Zwischenprüfung während Deines Grundstudiums im Blick behälst, denn wer die Zwischenprüfung nicht besteht, darf leider nicht weiter Jura studieren.
Zwischenprüfung
Grafik: Christiane FischerIm Rahmen des Hauptstudiums sind die folgenden Leistungen zu absolvieren:
Daneben ist beispielsweise Zeit für einen Auslandsaufenthalt, für die Teilnahme an Moot Courts der Fakultät oder für Engagement in studentischen Hochschulgruppen - hier darfst Du Dich ganz nach Deinen Interessen und Neigungen richten.
Darüber hinaus bietet die Friedrich-Schiller-Universität auch in anderen Fachbereichen spannende Veranstaltungen und Inhalte, die Du dir gerne erschließen kannst.
Ziel der Schwerpunktbereichsausbildung ist es, Dir vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten in einem selbst gewählten Teilbereich der Rechtswissenschaft zu vermitteln.
Bei uns kannst Du aus den folgenden Schwerpunktbereichen auswählen:
Möchtest Du mehr über die jeweiligen Schwerpunktbereiche erfahren? Dann folge bitte dem nachstehenden Link:
Während Deines Studiums hast Du vielfältige Möglichkeiten, Jura international zu erleben und Erfahrungen in anderen Rechtskulturen zu sammeln.
So ist die Fakultät mit vielen europäischen und außereuropäischen Hochschulen verbunden und ermöglicht so einen Auslandsstudienaufenthalt in Europa (Erasmus-Programm), den USA (Chicago-Kent College of Law und die University of Illinois College of Law in Urbana-Champaign, Illinois) oder weltweit. Weitere Informationen zu unseren Partneruniversitäten findest Du hier. Auch ist es möglich, im Ausland ein Praktikum zu absolvieren.
Oder Du übst Dich im juristischen Schlagabtausch und nimmst an einem Moot Court (simulierte Gerichtsverhandlung) im Team der Fakultät teil.
Zusätzlich kannst Du am Law & Language Center der Fakultät das Zertifikatsprogramm "International Legal Studies" absolvieren und ein rechtswissenschaftliches Sprachenzertifikat erwerben.
Typische Fachwoche
Grafik: Vanessa SvejkovskyAuf jeden Fall sehr abwechslungsreich!
Der Unialltag startet meist um 8 oder spätestens 10 Uhr mit einer Vorlesung in einem der modernen Hörsäle am Campus. So stehen beispielsweise Vorlesungen wie BGB Allgemeiner Teil, Grundzüge der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechtsgeschichte oder der Grundkurs Öffentliches Recht auf dem Stundenplan. Hier bringen einem die Professorinnen und Professoren mit viel Engagement, Leidenschaft und Interaktion die vielfältigen Inhalte, welche das Jura-Studium zu bieten hat, bei. Eine Vorlesung dauert 90 Minuten. Nach den ersten Einheiten des Tages geht es in die Mensa. Hier hat man Zeit sich bei einer großen Auswahl an verschiedenen Gerichten mit seinen Kommilitonen über den Studienalltag oder aktuelle Neuigkeiten auszutauschen. Das tolle dabei ist, dass die Mensa nur wenige Schritte vom Hörsaal entfernt liegt. Für den kleinen Hunger gibt es auch eine Cafeteria mit einem Angebot an leckeren Snacks oder Getränken. Zudem ein kleiner Geheimtipp: alle Mensen bieten auch tolle Gerichte, welche vegetarisch und/oder vegan sind.
Nach der wohlverdienten Mittagspause geht es auch schon weiter in eine Arbeitsgemeinschaft. Hier wird in kleineren Gruppen das Lösen von Fällen erarbeitet und eingeübt. Durch die interaktive Zusammenarbeit mit der AG-Leiterin/dem AG-Leiter können individuelle Fragen geklärt und der Stoff aus der Vorlesung vertieft werden. Im Anschluss folgt die letzte Vorlesung für den heutigen Tag. 16 Uhr ist jedoch noch nicht Feierabend. Meist bereitet man das am Tag neu erlernte Wissen zusammen in einer Lerngruppe oder individuell in der Rewi-Bib nach. Diese befindet sich übrigens auch direkt auf dem Campus, sodass man keine langen Wege hat.
Um den Kopf am Ende des Tages frei zu bekommen, steht ein Besuch einer der vielen Sportanlagen in Jena an. Wie wäre es mit einer Runde Volleyball oder doch lieber ein Zumbakurs? Egal – der Universitätssportverein hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Der Sport kommt also auch nicht zu kurz und bietet zudem die Möglichkeit Freundschaften mit Kommilitonen aus anderen Studiengängen zu knüpfen. Am Abend steht noch der Stammtisch einer der vielen studentischen Hochschulgruppen in einem der vielzähligen Lokale in der Wagnergasse an. In entspannter Atmosphäre kann man sich hier über das Studium, zukünftige Projekte und Praxiseinblicke austauschen und den Abend entspannt ausklingen lassen. Wie man sieht, kommt auch der Spaß während des Studiums nicht zu kurz.
Text: Vanessa Svejkovsky
Die meisten Studiengänge beginnen in der Regel im Wintersemester, das jedes Jahr am 1. Oktober anfängt. An unserer Fakultät kann das Jura-Studium zum Wintersemester als auch zum Sommersemester, also zum 1. April, aufgenommen werden.
Raum 2.50
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena
Sprechzeiten:
Vor Ort:
Dienstag 13:00 - 14:30 Uhr
Donnerstag 13:00 - 14:30 Uhr
Telefonisch:
Mittwoch 13:00 - 15:00 Uhr
Beratung als Video-Meeting:
Bitte kontaktieren Sie die Studienfachberatung vorab zur Terminvereinbarung.