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Forschung und Promotion

Informationen zu den Forschungsschwerpunkten, laufenden Projekten sowie zur Promotion
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Foto: Roberto Jüttner

Forschungsprofil

Das Forschungsprofil des Lehrstuhls umfasst das Bürgerliche Recht, das Wirtschaftsrecht sowie das Medienrecht, jeweils in der nationalen und europäischen Dimension.

  • Im Bürgerlichen Recht gilt das Forschungsinteresse vor allem dem Recht der Schuldverhältnisse, dem vertragsrechtlichen Verbraucherschutz, den gesetzlichen Schuldverhältnissen (insbesondere den verschiedenen Aspekten des deliktischen Schutzes der Persönlichkeit), dem Schadensrecht sowie der Europäisierung des Privatrechts.
  • Der Forschungsbereich Wirtschaftsrecht des Lehrstuhls beinhaltet vor allem das Recht gegen Wettbewerbsbeschränkungen (Kartellrecht) mit Bezügen zum Recht der regulierten Märkte, das Recht gegen unlauteren Wettbewerb (Lauterkeitsrecht) einschließlich des Schutzes von Geschäftsgeheimnissen. Besonderes Interesse gilt dabei den Fragen der privaten Rechtsdurchsetzung sowie dem Einfluss des Unionsrechts auf das nationale Recht.
  • Das Medienrecht weist zahlreiche Schnittmengen mit dem Bürgerlichen Recht und dem Wirtschaftsrecht auf. Die Rechtsmaterie ist vergleichsweise jung und wird durch den Lehrstuhl in Jena erstmalig eigenständig repräsentiert. Medienrecht schließt neben Rechtsfragen der "klassischen" Massenmedien Presse (Zeitungen und Zeitschriften, Bücher, sonstige Druckmedien) und Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen) auch das Recht der Neuen Medien ein. Einen Forschungsschwerpunkt bilden dabei die vielfältigen Rechtsprobleme der Nutzung des Internets.
Aktuelle Forschungsbereiche Inhalt einblenden
  • Rechtsfragen der digitalen Medien
  • Verbraucherschutz im Vertrags- und Wettbewerbsrecht
  • Schutz des Persönlichkeitsrechts, insbesondere im digitalen Umfeld
  • Lauterkeitsrecht, insbesondere Auswirkungen der Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken im Binnenmarkt und der Richtlinie 2006/114/EG über irreführende und vergleichende Werbung auf das nationale Recht
  • Schutz von Geschäftsgeheimnissen durch die Richtlinie 2016/943/EU über den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher Geschäftsinformationen (Geschäftsgeheimnisse) vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung
  • Private Rechtsdurchsetzung im Regulierungsrecht und bei Kartellrechtsverstößen
Aktuelle Forschungs- und Veröffentlichungsprojekte Inhalt einblenden

Unionsrechtliche Vorgaben für das nationale Recht

  • New Deal for Consumers und Umsetzung in das nationale Recht

Bürgerliches Recht und Verbraucherschutzrecht

  • Verbraucher- und Unternehmerbegriff: Kommentierung von § 13 und § 14 BGB im Beck'schen Online-Großkommentar zum BGB (Fortlaufende Online-Kommentierung)
  • Verbraucherschutz im Reiserecht: Kommentierung von § 651a, § 651c, § 651d, § 651x und § 651y BGB im Beck'schen Großkommentar zum BGB (Fortlaufende Online-Kommentierung)

Lauterkeitsrecht und Schutz von Geschäftsgeheimnissen

  • Grundlagen, Definitionen und Generalklauseln des UWG: Kommentierung von § 1 bis § 3 UWG im neuen BeckOK UWG (Fortlaufend Online-Kommentierung)
  • Vorenthalten wesentlicher Informationen und spezielle Verbotstatbestände: Kommentierung von § 5a Abs. 1 bis 5 UWG sowie Nr. 1 bis 30 Anhang UWG in der Neuauflage des Münchener Kommentars zum Lauterkeitsrecht
  • Kommentierung des Gesetzes zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) im Kommentar von Köhler/Bornkamm/Feddersen
  • Fallsammlungen zum Lauterkeits- und Kartellrecht

Publikationen und Vorträge

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Betreuung von Abschlussarbeiten und Promotionsvorhaben

Die Betreuung von Abschlussarbeiten (Wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen des Schwerpunktstudiums und Magisterarbeiten) sowie die Betreuung von Promotionsvorhaben in den Forschungsbereichen des Lehrstuhls bildet einen wichtigen Teil der Lehrstuhltätigkeit.

Im Folgenden finden Sie vertiefende Informationen zum Promotionsverfahren am Lehrstuhl.

Allgemeine Informationen zur Promotion Inhalt einblenden

Umfassende Informationen zu den Voraussetzungen und zum Ablauf eines Promotionsverfahrens an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena finden Sie hier

Promotionsanfragen und Hinweise zur Promotion Inhalt einblenden

Mit einer Promotion soll der Nachweis der Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit auf dem Gebiet des Rechts erbracht werden. Eine Promotion ist ein großes Vorhaben, das gut durchdacht und geplant werden will. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise, bevor Sie eine Promotionsanfrage an den Lehrstuhl richten:

  1. Zunächst sollten Sie selbstständig prüfen, ob Sie die formalen Voraussetzungen für eine Promotion auf Grundlage der geltenden Promotionsordnung der Friedrich-Schiller-Universität Jena erfüllen.
  2. Regelmäßig übernehme ich die Betreuung von Promotionsvorhaben, wenn ich die Studierenden bereits aus meinen Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren) kenne. Nur ganz ausnahmsweise kommt eine externe Promotion in Betracht.
  3. Sie sollten sich intensiv Gedanken über ein mögliches Promotionsthema machen. Eine Anfrage ist nur dann sinnvoll, wenn Ihr Vorhaben in das Forschungsprofil des Lehrstuhls passt. Generell vergebe ich keine "Schubladenthemen", sondern erwarte, dass Sie sich bereits vor einer Anfrage überlegen, welches Thema Ihnen wissenschaftlich ertragreich erscheint. Die verbindliche Festlegung des Themas erfolgt dann selbstverständlich erst im persönlichen Gespräch.
  4. Neben dem Thema sollten Sie sich vor einer Promotionsanfrage über die weiteren Umstände der Promotion Gedanken machen, die für das Gelingen des Vorhabens von großer Bedeutung sind. Dazu gehören insbesondere folgende Fragen: Aus welchem Grund wollen Sie promovieren? Warum wollen Sie gerade am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Medienrecht promovieren? Welchen Zeitraum planen Sie für die Promotion ein? Wie wollen Sie die Zeit der Promotion finanzieren?
  5. Ich rate dringend davon ab, neben einer vollberuflichen Tätigkeit oder neben dem Referendariat promovieren zu wollen.
  6. Eine Promotionsanfrage richten Sie bitte ausschließlich per E-Mail an das Sekretariat des Lehrstuhls. Der Anfrage sollten Sie aussagekräftige Unterlagen beifügen, insbesondere Lebenslauf, Zeugnisse, eine Kurzbeschreibung Ihres Vorhabens sowie einen realistischen Arbeitsplan.
  7. Die Entscheidung über die Annahme eines Doktoranden oder einer Doktorandin treffe ich erst nach einem persönlichen Gespräch und nach der erfolgreichen Teilnahme an einer Seminarveranstaltung, da ich Ihre Fähigkeit zur vertieften wissenschaftlichen Arbeit kennenlernen möchte.
  8. Anfragen über gewerbliche Promotionsvermittler und vergleichbare Einrichtungen beantworte ich ausnahmslos nicht. Sollte ein Doktorand oder eine Doktorandin die Hilfe derartiger Institutionen in Anspruch nehmen, wird ein bestehendes Betreuungsverhältnis mit sofortiger Wirkung beendet.
  9. Sie sollten für das Promotionsvorhaben einen Gesamtzeitraum von ca. drei Jahren ab der Themenausgabe veranschlagen. Je nach eigener Arbeitsweise kann es jedoch auch zügiger gehen. Erfahrungsgemäß fällt die Arbeit an einem Promotionsvorhaben umso schwerer, je mehr Zeit die Promotion in Anspruch nimmt. Durch regelmäßige Arbeits- und Zeitpläne sollten Sie das Promotionsvorhaben strukturieren. Wenn seit der Themenausgabe mehr als vier Jahr verstrichen sind, sollten Sie dringend Ihre eigene Arbeitsweise überprüfen und ein Betreuungsgespräch suchen.
  10. Es gibt keine festgelegten Mindest- oder Höchstanzahl von Seiten für eine Dissertation. Die Erfahrung zeigt aber, dass viele Arbeiten einen Umfang von ca. 200 bis 250 Manuskriptseiten aufweisen. Das ist eine realistische und anstrebenswerte Größe. Die Qualität einer Arbeit steigt nicht mit ihrem Umfang. Wenn der Textumfang mehr als 300 Seiten einnimmt, sollten Sie dringend das Gespräch suchen, um eine sachgerechte Themeneingrenzung vorzunehmen.
  11. Die Form der Betreuung richtet sich nach individueller Absprache und nach Ihrer Arbeitsweise. Mir ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig. Ich erwarte allerdings regelmäßige Rückmeldungen zum Stand und Fortgang Ihrer Arbeit. Auch gehört die regelmäßige Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden Doktorandentreffen zu den grundlegenden Anforderungen.
  12. Generell nicht aktzeptabel ist ein längeres "Abtauchen", etwa bei beruflichen und/oder persönlichen Veränderungen. Es gehört zu den grundlegenden Anforderungen, bei allen Schwierigkeiten oder Verzögerungen rasch das Gespräch zu suchen, um den weiteren Fortgang des Promotionsvorhaben zu planen.
Erfolgreich abgeschlossene Promotionen Inhalt einblenden

Folgende Promotionsvorhaben wurden bislang mit Erfolg abgeschlossen:

  • 2019 - Maximilian Grubert: Die Zurechnung von Verstößen im Kartell- und Vergaberecht
  • 2017 - Massimo Bellitto-Grillo: Ausnutzen oder Beeinträchtigen der Wertschätzung durch Produktnachahmung in Deutschland, England und den Vereinigten Staaten

  • 2017 - Felix Dörig: Kartellrechtliche Besonderheiten im Pressesektor - Preisbindung, Presse-Grosso, Fusionskontrolle

  • 2016 - Manuel Jäger: Trennungs- und Kennzeichnungsgebot im Lauterkeits- und Medienrecht

  • 2016 - Martin Linsenbarth: Die rechtlichen Aspekte des Cloud Computing unter besonderer Berücksichtigung vertrags‐ und datenschutzrechtlicher Fragen

  • 2016 - René Thomas Wieser: Wirtschaftliche Einheiten im europäischen Kartellprivatrecht. Eine rechtsvergleichende Studie zur Haftung von wirtschaftlichen Einheiten im deutschen und englischen Schadensersatzrecht für Verstöße gegen europäisches Kartellrecht

  • 2016 - Constantin Harald Fahr: Die rechtliche Bewertung von Glücksspielen im Internet

  • 2016 - Philipp Kopp: Selbstkontrolle durch Verhaltenskodizes im europäischen und deutschen Lauterkeitsrecht

  • 2016 - Andreas Börnig: Der Rechtsmissbrauch im Lauterkeitsrecht

  • 2013 - Thomas Dreiser: Die Wesentlichkeit von Informationen gemäß § 5a UWG

  • 2013 - Tino Schneider: Verwechslungsgefahr und Herkunftstäuschung
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