Vortrag Chebout

Femtoring

Das Mentoring-Programm an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät
Vortrag Chebout
Abbildung: Miriam Nomanni
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Das Femtoring-Programm an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FSU Jena hat das Ziel, Studentinnen* in der juristischen Ausbildung zu empowern, zu vernetzen, weibliche (Rollen-)Vorbilder zu vermitteln und ihnen Einsicht in die verschiedenen juristischen Berufsfelder zu ermöglichen.

Die drei Säulen des Programms bilden

  1. das individuelle Betreuungsverhältnis zwischen Mentorin* und Mentee*,
  2. das Begleitprogramm in Form von Vorträgen, Workshops und Meetings sowie
  3. die Formung eines Alumnae-Netzwerks, von dem aktuelle Studierende und Ehemalige gleichermaßen profitieren sollen.

Durch diese Betreuung und Angebote, die auf unterschiedlichen Ebenen greifen, sollen den teilnehmenden Studentinnen* zudem Kompetenzen im Bereich der Karriereplanung und des Networking vermittelt werden. Langfristiges Ziel ist demnach auch die Förderung des wissenschaftlichen (weiblichen) Nachwuchses. Neben den offensichtlichen Aspekten der Gleichstellung sind auch Kategorien im Bereich der Diversität (race, class, disability) mitzudenken und diesen Rechnung zu tragen. Die Unterrepräsentanz von Frauen* als Lehrende und Ausbilderinnen sowie in höheren Positionen in Kanzleien, Justiz oder auch Wissenschaft („leaky pipeline“) begründen die Ausrichtung des Programms allein auf Studentinnen*.

Bewerbung Eintrag erweitern

Die Bewerbungsphase für den Jahrgang 2022/23 wurde erfolgreich abgeschlossen. 

Informationen zur Bewerbungsphase für den Jahrgang 2023/24 werden an dieser Stelle im Frühjahr 2023 veröffentlicht.

Begleitprogramm Eintrag erweitern

Vortrag: Nicht von schlechten Eltern. – Über queere Familien, strategische Prozessführung, das Abstammungsrecht und die Grundrechte

Das geltende Abstammungsrecht diskriminiert Kinder queerer Eltern. Dagegen kämpft die deutschlandweit tätige und von betroffenen Familien gegründete Initiative #Nodoption im Wege einer strategischen Prozessführung. Rechtsanwältin Lucy Chebout vertritt und begleitet zahlreiche Familien auf dem Weg durch die Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht. In ihrem Vortrag erläutert sie die juristischen Probleme des geltenden Abstammungsrechts und der familiengerichtlichen Rechtsprechung. Sie gibt Einblicke, wie strategische Prozessführung auch als aktivistisches Mittel eingesetzt werden kann, und schlägt alternative Lösungswege vor.

Lucy Chebout ist seit 2018 Rechtsanwältin bei der Berliner Kanzlei Raue. Ihr Schwerpunkt liegt im Familien- und Erbrecht. Neben ihrer juristischen Ausbildung hat sie auch Gender Studies und Islamwissenschaften in Berlin studiert. Derzeit arbeitet sie an ihrer Promotion zu familienrechtlichen und verfassungsrechtlichen Perspektiven auf das Abstammungsrecht. Zusammen mit der Initiative #Nodoption und unterstützt von der Gesellschaft für Freiheitsrechte – GFF hat sie bereits fünf Verfahren zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gebracht.

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit für Diskussionen und Austausch. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierte; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Eine Teilnahme ist im Rahmen der Präsenzveranstaltung am Mittwoch, 07.Dezember 2022, um 18:30 Uhr (s.t.) in HS 7, CZ3, möglich. Auch kann der Vortrag via Livestream verfolgt werden (Zugang über https://www.uni-jena.de/livestreams).

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Diese Veranstaltung wird durch den Diversitätsfonds des Diversitätsbüros sowie die Rechtswissenschaftliche Fakultät der FSU Jena gefördert.

Archiv Eintrag erweitern
  • Montag, 27.06.2022, 16 Uhr (s.t.): Digitaler Vortrag: Die Macht der Vielen. Kollektive in sozialen Netzwerken von Dr. Amina Hoppe, Institut für Kriminologie, Universität zu Köln

Der wütende Mob. Der Shitstorm. Aber auch: #metoo. #ichbinhanna. Das Internet und insbesondere soziale Netzwerke dienen nicht nur als Plattformen für den Interessenaustausch, sondern fördern auch den Zusammenschluss Gleichgesinnter und ein gemeinsames Vorgehen, im Guten wie im Schlechten. Doch wie bauen sich Debatten in sozialen Netzwerken auf? Welche Beiträge werden besonders oft geteilt? Wie vernetzt sind die Beteiligten? Und was hat das alles mit Jura zu tun?
Dr. Amina Hoppe forscht seit 2021 in ihrem Projekt „Kollektivphänomene im digitalen Raum“ unter anderem zu diesen Fragen am Beispiel des Nachrichtendienstes Twitter. Im Rahmen ihres Vortrags stellt sie ihr Projekt, die verwendeten Methoden, erste Ergebnisse und dahinterliegende juristische Fragen vor. Ergänzt wird der thematische Vortrag, ganz im Sinne des Femtoring-Programms, durch eine kurze Einleitung zu ihrem Werdegang, wobei sie anhand eigener Erfahrungen auch auf die besonderen Chancen und Herausforderungen von Frauen und Eltern in der (rechts-) wissenschaftlichen Karriere eingeht. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Diskussionen und Austausch.
Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Eine Teilnahme ist im Rahmen der Präsenzveranstaltung am Montag, 27.06.2022, um 16 Uhr (s.t.) in HS 3, CZ3, möglich, bei der der Vortrag von Dr. Hoppe via Zoom und Beamer gestreamt wird. Fragen können etwa über Saalmikrofone gestellt werden. Eine Teilnahme über Zoom erfolgt mit den folgenden Daten:

Link: 
https://uni-jena-de.zoom.us/j/68762844678 
Meeting-ID: 687 6284 4678
Kenncode: 775793

Kontakt

Miriam Nomanni

miriam.nomanni@uni-jena.de

Isabelle Schaal

isabelle.schaal@uni-jena.de

Dr. Barbara Bushart 

Barbara.bushart@posteo.de