Elias Cretensis, Commentarius in S. Gregorii Nazianzeni orationes

Neues GRK mit Beteiligung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät bewilligt

Autonomie heteronomer Texte in Antike und Mittelalter
Elias Cretensis, Commentarius in S. Gregorii Nazianzeni orationes
Foto: images public domain.

Meldung vom:

Im Mittelpunkt des von der DFG am 6.5.2022 bewilligten Graduiertenkollegs 2792 „Autonomie heteronomer Texte in Antike und Mittelalter“ stehen Texte, die bewusst in Abhängigkeit zu alten, autoritativen und kanonischen Texten treten, um deren Inhalte in neuer Form weiterzugeben. Zu solchen „heteronomen Texten“ gehören Kommentare, Predigten, Wiedererzählungen, Paraphrasen und vieles mehr. Sie kommen in allen klassischen Fachdisziplinen vor: in Philosophie und Literatur, Jurisprudenz und Medizin sowie in den Theologien von Judentum, Christentum und Islam. Durch aktualisierende Auswahl und Verarbeitung ihrer Vorlagen auf verschiedenen Ebenen – wissenschaftlich, kulturell, formal, ästhetisch – bilden diese Texte eine je eigene „Autonomie“ aus. Dieser Prozess weist zahlreiche Parallelen zu modernen Praktiken kultureller Tradierung und Erneuerung, aber auch zu zuspitzender Vereinfachung komplexer Sachverhalte wie beispielsweise in Didaktik und Internet auf. Die künftigen Promovierenden, die am Wirkungsort von Schiller und Hegel die Grundlagen europäischen Freiheits- und Autonomiedenkens erhellen werden, werden von elf Doktormüttern und -vätern aus elf wissenschaftlichen Disziplinen und drei Fakultäten der Universität Jena betreut. An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ist der Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Europäische Rechtsgeschichte (Prof. Dr. Jan Dirk Harke) am neuen GRK beteiligt.

Sprecherin/Sprecher: Prof. Dr. Katharina Bracht (Theologische Fakultät) und Prof. Dr. Matthias Perkams (Philosophische Fakultät)