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Schwerpunktbereiche

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Im Studium wird großer Wert auf die Vermittlung arbeitsmarktrelevanter Qualifikationen gelegt. Ziel der Schwerpunktbereichsausbildung ist es, den Studierenden vertiefte Kenntnisse in einem selbst gewählten Teilbereich der Rechtswissenschaft zu vermitteln.

SB 1: Grundlagen des Rechts und der Rechtswissenschaft Inhalt einblenden

Die Jurisprudenz - neben Theologie und Medizin eine der ältesten Wissenschaften - hat das positive Recht nicht nur systematisch zu interpretieren, sondern auch kritisch zu reflektieren. Hermeneutische und kritische Kompetenz als juristische Schlüssel-qualifikationen erwirbt man am besten durch das Studium der Grundlagendisziplinen: Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtstheorie und Juristische Methodenlehre. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet aufgrund ihrer breiten Lehr- und Forschungsbasis in diesen Disziplinen optimale Bedingungen für die (Aus-)Bildung von Juristenpersönlichkeiten, die für ein breites Berufsfeld geeignet und fähig sind, unsere freiheitliche Rechtsordnung in professioneller Weise gerecht zu gestalten.

Regelmäßig angebotene Lehrveranstaltungen:

  • Historische Grundlagen :

    1. Römische Rechtsgeschichte
    2. Deutsche Rechtsgeschichte
    3. Privatrechtsgeschichte
    4. Strafrechtsgeschichte
    5. Verfassungsgeschichte
    Seminar zu 1. - 5.  
  • Philosophische Grundlagen:

    1. Rechts- und Staatsphilosophie
    2. Rechtstheorie und Rechtssoziologie
    3. Juristische Methoden- und Argumentationslehre
    4. Staats- und Verfassungslehre
    5. Rechtsethik
    Seminar zu 1. - 5.  

Verantwortlicher: Prof. Dr. Harke

 

Link zur rechtsgeschichtlichen Quellenarbeit: 

Thulex: Thüringen - legislativ und exekutiv

Datenbank mit amtlichen Drucksachen der Legislative und Exekutive des am 1. Mai 1920 gegründeten Landes Thüringen und der vormaligen thüringischen Einzelstaaten. Gemeinsames Projekt des Landesarchivs Thüringen und der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB).

SB 2: Deutsches und europäisches Wirtschaftsrecht Inhalt einblenden

Überblick

Der Schwerpunktbereich "Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht" ermöglicht es den Studierenden, sich unter besonderer Berücksichtigung europäischer und internationaler Bezüge und in Kooperation mit Praktikern sowohl aus renommierten Anwaltskanzleien als auch aus privaten und öffentlichen Wirtschaftsunternehmen gezielt auf eine Tätigkeit als Wirtschaftsjurist vorzubereiten. Zugleich bieten die in diesem Schwerpunktbereich angebotenen Lehrveranstaltungen sowohl des privaten als auch des öffentlichen Wirtschaftsrechts die Chance für einen Einstieg in den Aufbaustudiengang "Privates und öffentliches Wirtschaftsrecht" und den Erwerb eines LL.M.oec.  

Der Schwerpunktbereich 2 umfaßt insbesondere folgende Teilgebiete:

  • Deutsches und Europäisches Unternehmensrecht 
  • Recht des geistigen Eigentums, Wettbewerbs- und Kartellrecht
  • Internationales Wirtschaftsrecht
  • Recht der regulierten Wirtschaft

Aus diesen Teilgebieten werden regelmäßig Lehrveranstaltungen angeboten, die von den Studierenden frei gewählt werden können. Möglich ist - speziell im Hinblick auf die notwendigen Abschlußklausuren gem. § 15 SBPrüfO - sowohl die Kombination verschiedener Veranstaltungen aus einem Teilgebiet als auch aus verschiedenen Teilgebieten. Es ist allerdings empfehlenswert, sich in dem Teilgebiet, in dem das Seminar mit wissenschaftlicher Arbeit belegt wird, umfassende Rechtskenntnisse zu verschaffen; hierzu ist der Besuch möglichst zahlreicher im betreffenden Teilgebiet angebotener Veranstaltungen ratsam.

Teilbereiche und angebotene Veranstaltungen

Teilbereich "Deutsches und Europäisches Unternehmensrecht"

Der Teilbereich "Deutsches und Europäisches Unternehmensrecht" baut auf dem Pflichtstoff des Handels- und Gesellschaftsrechts auf und vermittelt vertiefte Kenntnisse im Recht der Aktiengesellschaft und der GmbH, und zwar unter Einschluß der europäischen und internationalen Bezüge. Angesichts der großen praktischen Bedeutung wird dem Recht der Unternehmenstransaktionen (Mergers & Acquisitions) und dem Sonderrecht für kapitalmarktorientierte Unternehmen (Börsengesellschaftsrecht) besondere Beachtung geschenkt.

An zahlreichen Lehrveranstaltungen wirken hochqualifizierte Praktiker mit (Unternehmensjuristen, Anwälte, Notare). Zusätzliche praktische Anschauungen werden zum einen durch die Möglichkeit der Teilnahme an Verhandlungen des für Gesellschaftsrecht zuständigen 6. Zivilsenats des Thüringer Oberlandesgerichts vermittelt, zum anderen durch die Möglichkeit, in der Rechtsabteilung eines Unternehmens oder einer gesellschaftsrechtlich spezialisierten Anwaltskanzlei ein Praktikum zu absolvieren.

Folgende Veranstaltungen werden typischerweise angeboten:

Aufbauend auf den Pflichtstoff-Vorlesungen Handelsrecht und Grundzüge des Gesellschaftsrechts finden - beginnend ab WS 2014/2015 - im Jahresturnus folgende Veranstaltungen im SB 2 statt:

Wintersemester

  • Aktien- und GmbH-Recht I (Klausur)
  • Seminar

Sommersemester

  • Aktien- und GmbH-Recht II (Klausur)
  • Seminar
  • Spezialvorlesung (Klausur), zB Europäisches Unternehmensrecht, Kapitalmarktrecht, Vertragsgestaltung und Gesellschafterstreit

Teilbereich "Recht des geistigen Eigentums, Wettbewerbs- und Kartellrecht"

Gegenstand des Teilbereiches "Recht des geistigen Eigentums, Wettbewerbs- und Kartellrecht" ist unter anderem das Recht der immateriellen Güter, heute oft als "Recht des geistigen Eigentums" bezeichnet. Hierzu zählen der Gewerbliche Rechtsschutz (Patentrecht, Geschmacksmusterrecht, Markenrecht) und das Urheberrecht, das Recht der schöpferisch Tätigen. Geistige Leistungen werden vor Nachahmungen geschützt. Die genannten Rechtsgebiete haben in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, insbesondere aufgrund neuerer technischer Entwicklungen (Internet) und der Intensivierung des internationalen Warenhandels (Produktpiraterie, Markenfälschungen).

Das Wettbewerbsrecht (Lauterkeitsrecht) will die Fairness des wirtschaftlichen Wettbewerbs sicherstellen. Wettbewerber und Verbraucher sollen vor unzulässigen Geschäftspraktiken wie irreführender Werbung geschützt werden.

Das Kartellrecht gewährleistet Existenz und Funktionieren des Wettbewerbs. Dies geschieht durch das Verbot von Kartellen (z.B. von Preisabsprachen), durch die Verhinderung des Mißbrauchs wirtschaftlicher Macht (z.B. von Preismißbrauch in Ausbeutung der Kunden) sowie durch präventive Kontrolle von Unternehmenszuammenschlüssen (Fusion, kontrollbegründender Anteilserwerb). Insbesondere die kartellrechtliche Mißbrauchsaufsicht steht in engem Zusammenhang mit der Energie- und Telekommunikationsregulierung nach EnWG und TKG.

Der Schutz des geistigen Eigentums ist mit Jena eng verknüpft: Eine große Dienststelle des Deutschen Patent- und Markenamtes befindet sich in Jena. Ebenso haben viele innovative Unternehmen, die auf dem Schutz ihrer geistigen Leistungen angewiesen sind, ihren Sitz in der Region. Praktische Einblicke in das Gebiet gibt der internationale renommierte Markenrechtler Prof. Dr. Ingerl, der an der Fakultät als Honorarprofessor tätig ist.

Folgende Veranstaltungen werden typischerweise angeboten:

  • Vorlesung: Wettbewerbsrecht
  • Vorlesung: Kartellrecht
  • Vorlesung: Markenrecht
  • Vorlesung: Patent- und Musterrecht
  • Vorlesung: Urheberrecht
  • Kolloquium: Aktuelle Rechtsprechung zum Wettbewerbsrecht
  • Seminar zum Wettbewerbsrecht und zum Recht des geistigen Eigentums

Teilbereich "Internationales Wirtschaftsrecht"

Der dritte Teilbereich umfaßt sowohl die international-privat- als auch die völkerrechtlichen Bezüge des transnationalen Wirtschaftsrechts. Die Vorlesungen und Seminare, an denen auch hochqualifizierte Praktiker mitwirken, vermitteln Kenntnisse aus dem Bereich des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts, des Welthandels- und Völkerrechts sowie des Internationalen Einheits- und Schiedsverfahrensrechts. Für die Rechtsgestaltung bei Rechtsverhältnissen mit grenzüberscheitendem Bezug ist ein Grundverständnis dieser Rechtsgebiete unabdingbar.

Folgende Veranstaltungen werden typischerweise angeboten:

  • Vorlesung: Grundzüge des Internationalen Privatrechts
  • Vorlesung: Wirtschaftsvölkerrecht (Welthandelsrecht)
  • Seminar zum Europäischen und internationalen Wirtschaftsrecht

Teilbereich "Recht der regulierten Wirtschaft"

Der vierte Teilbereich beschäftigt sich mit den privat- und öffentlich-rechtlichen Vorschriften des Regulierungsrechts. Beispiele sind die Netzregulierung im Bereich Energie- und Telekommunikation oder das Kapitalmarktrecht, hier speziell das Recht der Finanzdienstleistungsaufsicht. In die Lehre eingebunden sind die Mitglieder des Instituts für Energiewirtschaftsrecht, speziell der Honorarprofessor Dr. Michael Lippert.

Folgende Veranstaltungen werden typischerweise angeboten:

  • Vorlesung: Energiewirtschaftsrecht
  • Seminar zum Energiewirtschaftsrecht

Verantwortlicher: Prof. Dr. Bayer

SB 3: Deutsches und europäisches Arbeits- und Sozialrecht Inhalt einblenden

Im Schwerpunktbereich 3 stehen die Arbeitsbeziehungen und der soziale Schutz im Mittelpunkt. Es geht in ihm zum einen um Fragestellungen aus dem gesamten kollektiven Arbeitsrecht; die angebotenen Veranstaltungen ergänzen somit die Inhalte der Grundvorlesung zum Recht der Arbeitsverhältnisse, welche sich mit individualrechtlichen Themen befasst. In den Veranstaltungen des Schwerpunkts geht es demgegenüber um Fragen des Betriebsverfassungsrechts, des Arbeitskampfrechts sowie des Rechts der Koalitionen. Darüber hinaus werden Veranstaltungen zum arbeitsrechtlichen Verfahrensrecht angeboten. Dazu besteht eine Kooperation mit dem Bundesarbeitsgericht, es nehmen Richter aus Erfurt an den Veranstaltungen des Schwerpunkts teil.

Darüber hinaus werden im Rahmen des Schwerpunktbereichs 3 Veranstaltungen zum sozialen Schutz angeboten, es finden also Vorlesungen statt, die das deutsche Sozialrecht zum Gegenstand haben: Insbesondere wird eine Einführung in die allgemeinen Lehren des Sozialrechts angeboten, des Weiteren finden regelmäßig Vorlesungen zum System des Sozialrechts sowie den einzelnen Zweigen der Sozialversicherung statt.

Schließlich wird im Schwerpunktbereich 3 auch das europäische Arbeits- und Sozialrecht mit eigenen Veranstaltungen behandelt.

Lehrveranstaltungen:

  • Vorlesung: System des Sozialrechts  
  • Seminar zur Sozialrechtsprechung 
  • Vorlesung: Organisation der Mitbestimmung  
  • Seminar zum Arbeits- und Sozialrecht
  • Vorlesung: Tarifvertragsrecht  
  • Seminar


Verantwortlicher: Prof. Dr. Fischer

SB 4: Deutsches und europäisches Öffentliches Recht Inhalt einblenden

Im Schwerpunkt "Deutsches und Europäisches Öffentliches Recht" sind wesentliche rechtliche Aspekte modernen Verwaltens zusammengefasst. Es wird nicht nur die Basis des Europäischen Verfassungs- und Verwaltungsrechts vermittelt, sondern die Ebene der Internationalen Organisationen mit einbezogen. Die verfassungsrechtlichen Grundlagen des Steuerrechts sind für alle Studierenden im Schwerpunktbereich von Bedeutung - der moderne Staat ist Finanz- und Steuerstaat. Schließlich gehört auch das Wirtschaftsverwaltungsrecht dazu, das mit so interessanten Gebieten wie dem Telekommunikations- oder dem Vergaberecht in den letzten Jahren einen ungeahnten Aufschwung genommen hat.

Das Spezifische am Schwerpunktbereich ist die rechtsordnungsübergreifende Ausrichtung im Hinblick auf die verschiedenen Formen der Verwaltung. Heute sind Behörden, Rechtsanwaltskanzleien und Gerichte nicht mehr nur mit deutschem Verfassungs- und Verwaltungsrecht beschäftigt, sondern immer auch mit europäischen und internationalen Bezügen.

Diesem Trend wird der Schwerpunktbereich mit den als Vorlesungen ausgewiesenen Teilbereichen gerecht. In Seminaren, werden einzelne Gegenstände der Vorlesungen vertieft. Durch Lehrveranstaltungen in Kooperation mit hoch qualifizierten Praktikern aus den Gerichten, Steuerkanzleien und Wirtschaftsunternehmen erfolgt eine gezielte Vorbereitung auf die Praxis.

Besonders sind die Sprachprogramme für Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch zu empfehlen, die die jeweilige Rechtssprache vermitteln.

Vorlesungen:

  • Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht
  • Verfassungsrechtliche Grundlagen des Steuerrechts
  • Öffentliches Wirtschaftsrecht
  • Internationale Organisationen
  • Einkommensteuerrecht
  • Unternehmensteuerrecht
  • Öffentliches Wirtschaftsrecht (Vertiefung Vergaberecht)
  • Umweltrecht
  • Bau- und Planungsrecht
  • Völkerrecht (Vertiefung)
  • Wirtschaftsvölkerrecht (WTO-Recht)
  • Kartellrecht

Seminare - gemäß Ankündigung 

Sprachprogramme:

Law & Language / Droit et Langue / Prawo po-russki / Derecho y Lengua

   
Verantwortlicher: Prof. Dr. Knauff

SB 5: Kriminalwissenschaften Inhalt einblenden

Die Kriminalwissenschaften zählen zu den unverzichtbaren Kerngebieten unseres Rechtssystems und umfassen die gesamte Bandbreite des Strafrechts: Vom Wirtschaftsstrafrecht über das Strafprozessrecht bis hin zum Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht. Der zunehmenden Internationalisierung des Strafrechts, die ihren Ausdruck u.a. im Völkerstrafgesetzbuch von 2002 und der Einrichtung internationaler Strafgerichtshöfe gefunden hat, widmet sich eigens eine Vorlesung "Internationales Strafrecht (Völkerstrafrecht)".

Ein besonderer Reiz des Studiums der Kriminalwissenschaften geht von seinem interdisziplinären und erfahrungswissenschaftlichen Zusammenhang aus. Einbezogen sind geschichtliche, philosophische und sozialwissenschaftliche Grundlagen des Strafrechts, z.B. Formen der Konfliktschlichtung (Mediation, Täter-Opfer-Ausgleich). Die Kriminologie befasst sich u.a. mit den Erscheinungsformen und Gründen für Kriminalität und den gesellschaftlichen Reaktionen darauf. Ihr Erkenntnisinteresse ist auf Rechtstatsachen gerichtet, also darauf, ob und wie Recht tatsächlich umgesetzt wird. Sie bietet somit die Möglichkeit, Strafrecht und Strafjustiz gleichsam von außen, aus einer manchmal auch kritischen Distanz wahrzunehmen - in allen praktischen und tatsächlichen Bezügen. Letzten Endes wird dadurch den vorhandenen strafrechtlichen Fächern nicht lediglich ein weiteres Fach hinzufügt, sondern nach den Entstehungsbedingungen, der Wirksamkeit und den Wirkungen des Rechts gefragt. Auf diese Weise schafft das Studium der Kriminalwissenschaften Voraussetzungen für das Verständnis von Recht schlechthin - Voraussetzungen, die in diversen Berufsfeldern sehr gefragt sind (z.B. Strafgerichte, Jugendgerichte, Staatsanwaltschaft, Strafverteidigung, Strafvollzug, Straffälligenhilfe, Polizei, Ministerien).

Lehrveranstaltungen:    

  • Geschichtliche Grundlagen strafrechtlicher Konfliktbewältigung
  • Philosophische Grundlagen des Strafrechts
  • Grundlagen der Kriminologie
  • Internationales Strafrecht (Völkerstrafrecht)
  • Wirtschafts- und Unternehmensstrafrecht
  • Spezielle Deliktsbereiche
  • Kriminologie spezieller Tat- und Tätergruppen
  • Jugendstrafrecht
  • Strafvollzug (einschl. Sanktionen)
  • Strafprozess und Strafverteidigung (mit Moot Court)
  • Kriminalistik für Juristen
  • Seminare, u.a. zur Mediation (Täter-Opfer-Ausgleich)

Verantwortlicher: Prof. Dr. Schramm

SB 6: Internationales Recht Inhalt einblenden

Der Schwerpunktbereich "Internationales" umfasst die Bereiche des öffentlichen Rechts mit internationalem bzw. grenzüberschreitendem Bezug. Gegenstand des Schwerpunktbereichs sind damit völker- und europarechtliche Normen sowie deren Rückwirkung auf das nationale Recht.

Die Bedeutung grenzüberschreitender Bezüge tritt im Bereich des Völkerrechts deutlich zutage, das maßgeblich durch die Tätigkeit von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, der EU, des Europarates oder der Welthandelsorganisation (WTO) geprägt wird. Der Schwerpunktbereich vermittelt einen über den Pflichtstoff hinausgehenden, vertieften Einblick in das Völkerrecht, wobei dem Aufbau und der Tätigkeit wichtiger internationaler Organisationen sowie den zentralen Bestimmungen der völkerrechtlichen Werteordnung besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Hierzu ist auch die Internationalisierung des Strafrechts zu zählen. Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen werden inzwischen zum Teil durch internationale Strafgerichte abgeurteilt.

Einen weiteren wichtigen Bestandteil des Schwerpunktbereichs bildet die Vertiefung des Europarechts. Die fortschreitende Europäische Integration stellt eine historisch einmalige Entwicklung dar, die ständig neue Rechtsfragen aufwirft. Die Einwirkung des Europarechts auf die nationalen Rechtsordnungen ist in nahezu allen Bereichen von großer Bedeutung; nationales Recht ist vielfach auch durch europarechtliche Vorgaben geprägt. Nationale Regelungen sind unter anderem an den Grundfreiheiten des EGV wie der Warenverkehrs-, Niederlassungs-, Dienstleistungs-, oder Kapitalverkehrsfreiheit zu messen. Das öffentliche Wirtschaftsrecht ist dem Einfluss der europarechtlichen Vorgaben in besonderer Weise ausgesetzt, so dass dieses Gebiet ebenfalls vom Schwerpunktbereich erfasst wird.

Das internationale Privat- und Zivilverfahrensrecht (IPR und IZVR) bildet einen weiteren wichtigen Bestandteil des Schwerpunktbereichs. Kollisionsrechtliche Fragestellungen können sich in den verschiedensten Rechtsgebieten ergeben: im Handels- und Gesellschaftsrecht ebenso wie im Familien- oder Erbrecht. Rechtsverhältnisse mit grenzüberschreitenden Bezügen sind überwiegend Gegenstand von völkerrechtlichen Abkommen und Rechtsakten der EU, wodurch vielfältige Querbezüge zu den europa- und völkerrechtlichen Inhalten des Schwerpunktbereiches entstehen."

Die Ausbildung im Schwerpunktbereich "Internationales Recht" bietet Studenten die Möglichkeit, sich auf einen Einstieg in eine Tätigkeit im Bereich europäischer und internationaler Organisationen vorzubereiten. Nicht zuletzt wegen der immensen Bedeutung des öffentlichen Wirtschaftsrechts ist der Schwerpunktbereich zudem eine geeignete Vorbereitung für die Tätigkeit als Rechtsanwalt, als Syndikus in einer Rechtsabteilung eines Unternehmens oder in der nationalen Wirtschaftsverwaltung. Zudem vermittelt der Schwerpunktbereich wichtige Qualifikationen für eine Beschäftigung bei Interessenvertretungen oder Verbänden auf internationaler Ebene. Zum Teil werden die Lehrveranstaltungen des Schwerpunktbereichs von hochqualifizierten Spezialisten unterstützt, die einen interessanten Einblick in das praktische Arbeitsleben vermitteln und gegebenenfalls beim Auffinden geeigneter Praktikumsstellen helfen können.

Schließlich können Studienleistungen des Schwerpunktbereichs mit wirtschafts-rechtlichem Bezug im Rahmen des Aufbaustudiengangs Wirtschaftsrecht (LL.M. oec.) angerechnet werden.

Der Schwerpunktbereich 6 umfasst folgende Teilgebiete:

  • Internationale Organisationen
  • Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
  • Europäisches und deutsches öffentliches Wirtschaftsrecht 
  • Internationales Privatrecht 
  • Welthandelsrecht 
  • Völkerrecht (Vertiefung) 
  • Kartellrecht
  • Law & Language

Insgesamt müssen im Schwerpunktbereich acht Veranstaltungen besucht werden, wobei hiervon zwei Veranstaltungen durch Seminare abgedeckt werden müssen.

Folgende Lehrveranstaltungen werden typischerweise angeboten:

  • Vorlesung: Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht
  • Vorlesung: Europäisches und deutsches öffentliches Wirtschaftsrecht
  • Vorlesung: Recht der Internationalen Organisationen
  • Vorlesung: Völkerrecht (Vertiefung)
  • Vorlesung: Wirtschaftsvölkerrecht (WTO-Recht)
  • Vorlesung: Einführung in das IPR
  • Vorlesung: Völkerstrafrecht
  • Lehrveranstaltungen aus dem Bereich Law & Language (entsprechend auch in anderen Sprachen als Englisch)
  • Seminare zu diesen Themen

Verantwortlicher: Prof. Dr. Ohler

Eine aktuelle Broschüre zum Schwerpunktbereich "Internationales Recht" steht Ihnen hier als Download [pdf 7MB] zur Verfügung.

SB 7: Zivilrechtspflege und Vertragsgestaltung Inhalt einblenden

Ziele

Der weitaus größte Teil aller Absolventen eines Jahrgangs ergreift nach Abschluss der juristischen Ausbildung den Beruf des Rechtsanwalts. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, beschäftigt sich der Schwerpunktbereich 7 mit der Durchsetzung des materiellen Rechts in der Praxis. Er vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten, die für eine qualifizierte Prozessführung, Rechtsberatung und Rechtsgestaltung in einer modernen Welt von Bedeutung sind.

Inhalte

Inhaltlich werden im Schwerpunktbereich 7 ausgewählte Bereiche des nationalen Zivilrechts vertieft. Darüber hinaus wird in die internationalen Dimensionen des Zivil- und Zivilprozessrechts eingeführt, da diese angesichts der zunehmenden internationalen Verflechtung im Gefolge von Globalisierung und europäischer Integration in den letzten Jahren in der Rechtspraxis an Bedeutung gewonnen haben.

Lehrveranstaltungen

Zu den Veranstaltungen, die im Schwerpunktbereich 7 regelmäßig angeboten werden, gehören die folgenden:

  • Vertragsgestaltung
  • Vereins- und Stiftungsrecht
  • Aktien- und GmbH-Recht
  • Internationales Privatrecht
  • Internationales Prozessrecht
  • Internationales Kaufrecht

Wegen des Praxisbezugs des Schwerpunktsbereichs 7 wird ein Teil der Lehrveranstaltungen von Rechtsanwälten und Notaren abgehalten.

Hinweis

Aufgrund personeller Engpässe ist das Lehrangebot im Schwerpunktbereich 7 derzeit und auf absehbare Zeit erheblich eingeschränkt. Näheres erfragen Sie bitte bei der Koordinatorin.

Koordinatorin: Frau Prof. Dr. Giesela Rühl, LL.M. (Berkeley)

Infoveranstaltung zum Schwerpunktbereichsstudium

In jedem Sommersemester findet eine Infoveranstaltung zum SB-Studium statt. Die Veranstaltung informiert Sie über

  • die Anmeldung zum Schwerpunktbereichsstudium,
  • den Ablauf und die Prüfungen im SB-Studium und
  • gibt Ihnen zudem eine kurze Vorstellung der einzelnen Schwerpunktbereiche.

Sommersemester 2019:
Di, 25.06.2019, ab 16:00 Uhr (s.t.)
HS 6 (CZS 3)

Sommersemester 2020:
Datum und Ort folgen.

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