Willem C. Vis Moot Court

 Das Vis Moot-Team 2017/2018

 

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VisMootTeam2017-18

Das Willem C. Vis Moot Team 2017/2018 der Universität Jena

v.l.n.r.: Alexander Holzer (Coach), Claas Mensching, Alessa Stache, Almut Clasen, Katja Sauer, Karoline Reiss, Pujan Haftchenari, Pauline Köstner (Coach)

Foto: Anne Günther/FSU Jena

 

 

Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot ist der größte und renommierteste internationale Moot auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts. Auch in diesem Jahr treten über 1000 Studenten von mehr als 300 Universitäten aus über 50 Ländern gegeneinander an. Unter den Teilnehmern befinden sich u.a. Teams der Harvard Law School, der Sorbonne sowie der Università Commerciale Luigi Bocconi. Materiellrechtlich liegt der Schwerpunkt in der Anwendung des Wiener UN-Kaufrechts (Convention on the International Sale of Goods - CISG). Prozessuale Besonderheit ist die Simulation eines Schiedsverfahrens auf der Grundlage des UNCITRAL-Modellgesetzes sowie der (jährlich wechselnden) Schiedsordnung einer der großen Schiedsinstitutionen, anstelle eines Prozesses vor einem staatlichen Gericht.

Der Willem C. Vis Moot wird organisiert von Professor Eric E. Bergsten, Emeritus der Pace University, New York. Als Austragungsort wählte er Wien nicht allein deshalb, weil er dort viele Jahre tätig war, sondern insbesondere weil sowohl das CISG als auch das Modellgesetz zur Schiedsgerichtsbarkeit während Konferenzen der United Nations Commission on International Trade Law (UNCITRAL) in Wien erarbeitet wurden. Der Namensgeber des Moots, der Niederländer Willem Cornelis Vis (1924-1993), war Generalsekretär der Kommission und an der Ausarbeitung des UN-Kaufrechts (CISG), des UNCITRAL Modellgesetzes zur Schiedsgerichtsbarkeit, sowie der UNCITRAL-Schiedsordnung beteiligt.

Seit 2003/2004 hat "der große Bruder" mit dem Willem C. Vis (East) Moot einen Ableger in Hongkong erhalten.

Der Moot Court beginnt im Oktober jeden Jahres mit der Bekanntgabe eines Sachverhaltes. Bis zum Dezember müssen die Teams hierzu einen Schriftsatz für die Klägerseite anfertigen. Im Anschluss daran bekommen sie die Klageschrift eines gegnerischen Teams zugesandt und müssen hierauf bis Mitte Januar eine Erwiderung verfassen. Im Gegensatz etwa zum völkerrechtlichen Philip C. Jessup Moot Court findet kein nationaler Vorausscheid statt, so dass alle Teams an den mündlichen Verhandlungen in Wien oder Hong Kong teilnehmen können. Zudem haben die Teilnehmer des Vis Moot schon vor dem Wettbewerb in Wien die Möglichkeit bei sogenannten Pre-Moots und in verschiedenen großen Kanzleien auf andere Teams aus der ganzen Welt zu treffen und ihr Können in Probeverhandlungen unter Beweis zu stellen. Die Wettbewerbssprache ist Englisch. Als Schiedsrichter fungieren Richter internationaler Schiedsgerichte, sowie renommierte Anwälte und Wissenschaftler.

Der Willem C. Vis Moot ist nicht nur eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich fachlich und sprachlich weiterzubilden, sondern auch, Kontakte auf der ganzen Welt zu knüpfen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserem Blog und auf unserer Facebook-Seite.

 

Kontakt:

Bei Fragen können Sie sich gerne jederzeit an die Coaches des aktuellen Teams wenden:

Pauline Köstner ()

Alexander Holzer ()