Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtsphilosophie

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pauly 
  • geboren in Frankfurt am Main
  • Studium der Rechts- und Politikwissenschaft sowie der Philosophie an der Universität Bonn
  • Promotion Bonn 1989 (Betreuer: Prof. Dr. Bernhard Schlink)
  • Referendariat am Kammergericht Berlin (Assessorexamen 1990)
  • Habilitation Frankfurt/M. 1993 (Betreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Stolleis)
  • C4-Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Neuere Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (1993-1998)
  • Richter am Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt (1994-1996)
  • Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtsphilosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (seit 1998)
  • seit 1. Oktober 2013 Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Wintersemester 2018/19

Seminarankündigung

 

Im Wintersemester 2018/19 wird im Rahmen des Schwerpunktbereiches 1 folgendes Seminar angeboten:

 

Die Ursprünge von Recht und Staat

 

Die Frage nach dem Zweck und der Berechtigung sozialer Ordnungen nimmt häufig den Beginn einer Gesellschaft in den Blick. Dabei lassen sich ein philosophisch-sozialtheoretischer Zugriff, der die staatliche Gemeinschaft aus einem grundlegenden Gründungs- oder Stiftungsakt herleitet, und ein geschichtlich-genetischer Ansatz, der die tatsächliche Entwicklung konkreter Institutionen zum Ausgangspunkt seiner Betrachtung der heutigen Situation macht, unterscheiden. Ein dritter Zugang ergibt sich aus der psychologisch-evolutionären Betrachtung des menschlichen und tierischen Sozialverhaltens in verschieden großen Gruppen.

Bei der Rekonstruktion des staatlichen Anfangs durch die Klassiker der politischen Philosophie verbinden sich diese drei Perspektiven regelmäßig zu einer eigentümlichen Verschränkung, die die Originalität der jeweiligen Erklärung maßgeblich prägt. Ist der Mensch ein rudelbildendes Raubtier, das sich nur mithilfe eines rationalen Akts der Selbstbeherrschung durch den zu diesem Zweck errichteten Staat domestizieren lässt oder ein staatenbildendes Insekt, das gleichsam von allein eine Struktur errichtet, die seine Anstrengungen im Sinne der Gesamtheit bündelt?

Von der Frage nach dem Ursprung der politischen Herrschaft lässt sich die Frage nach dem Ursprung des Rechts nicht immer sicher trennen. Ist das Rechtsbewusstsein früher Gesellschaften nur die verinnerlichte Entsprechung einer diktatorischen Gewaltandrohung durch die jeweils Stärkeren, die sich die Macht gesichert haben? Beruht alles Recht auf Gesetz oder Vertrag im Sinne einer ausdrücklichen Regelung, oder ist auch der Ursprung des Rechts in der Ausweitung einer biologisch grundgelegten innerfamiliären Solidarität auf den gesellschaftlichen Bereich zu suchen?

Die Bearbeitung dieser und anderer Fragestellungen soll im Mittelpunkt des Seminars stehen. Die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten ist besonders erwünscht.

 

Literatur:

Dux, Günter: Von allem Anfang an: Macht, nicht Gerechtigkeit, Göttingen 2009 (insbesondere S. 65-123).

Kaube, Jürgen,: Die Anfänge von allem, Berlin 2017.

Pauly, Walter: Antike Anschauungen der Entstehung von Recht und Staat und die Kritik des Thomas Hobbes. In: Nolte, Jakob / Poscher, Ralf / Wolter, Henner (Hrsg.): Die Verfassung als Aufgabe von Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit. Freundesgabe für Bernhard Schlink zum 70. Geburtstag, Heidelberg 2014.

Reinhard, Wolfgang: Geschichte der Staatsgewalt. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 2003.

 

Interessierten Studierenden wird die Gelegenheit gegeben, einen Probeseminarschein im Rahmen des Schwerpunktbereiches 1 „Grundlagen des Rechts und der Rechtswissenschaft“ gem. § 5 Abs. 1 SBPrüfO durch eine Seminararbeit mit Vortrag zu erwerben oder eine wissenschaftliche Arbeit zu erstellen.

 

Bei Schwerpunktbereichsstudierenden, die eine wissenschaftliche Arbeit erstellen wollen, muss die Anmeldung bis spätestens 31. Juli 2018 am Lehrstuhl erfolgt sein. Eine Kopie des Probeseminarscheins ist abzugeben. Alle übrigen Interessenten können sich bis zum Beginn des Wintersemesters in die ausliegende Teilnehmerliste eintragen.

 

Im Sommersemester 2018 werden die folgenden Veranstaltungen angeboten:

Vorlesung

 

 

 

Grundzüge der Rechtsphilosophie und der Juristischen Methoden- und  Argumentationslehre

Seminar

 

 

 

„Das Volk zwischen Souveränität und Rechtsbindung“


 

 

 

 

 


Donnerstag, 16:00 - 18:00 Uhr

HS 3

 Donnerstag, 18:00 - 20:00 Uhr

SR 131

 

Die Vorlesung führt in Grundpositionen sowie Grundlagen der Rechtsphilosophie, juristischen Methoden- und Argumentationslehre ein.

Die Veranstaltung dient dem Erwerb des Grundlagenscheins Rechtsphilosophie gem. § 16 Abs. 2 Ziff. 1 ThürJAPO. Hierfür wird am Ende des Semesters eine Abschluss-klausur angeboten.

Literaturempfehlung: A. Kaufmann/W. Hassemer/U. Neumann (Hg.), Einführung in die Rechtsphilosophie und Rechtstheorie der Gegenwart, 9. Aufl. 2016.

R. Zippelius, Juristische Methodenlehre, 11. Aufl. 2012.

 

Die Abschlussklausur findet am 28.06.2018 von 16.00 bis 18.00 Uhr im HS 3 statt.

Um eine Anmeldung im CAJ wird gebeten.


 

Vorlesungsgliederung

Im Sommersemester 2018 wird im Rahmen des Schwerpunktbereiches 1 folgendes Seminar angeboten:

 

Die Souveränität des Volkes ist spätestens seit 1789 ein zentrales Element der modernen Verfassungstheorie und des geltenden Verfassungsrechts. In Anbetracht aktueller populistischer Entwicklungen und der schon seit längerer Zeit diagnostizierten Krise der Demokratie wird deutlich, dass der Begriff des Volkes und seiner Herrschaft erhebliche konzeptionelle wie praktische Probleme aufwirft. Denn wer zum Volk gehört und inwiefern das Volk in seiner Willensbildung normativ gebunden ist, gehört zu den zentralen Streitfragen der Staats- und Verfassungslehre. In diesem Seminar soll den Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, diese und andere Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Idee des souveränen Volkes als Grundlage politischer Ordnung ergeben, aus einem geistesgeschichtlichen, philosophischen und auch verfassungshistorischem wie -rechtlichem Blickwinkel heraus zu bearbeiten.

 

Interessierten Studierenden wird die Gelegenheit gegeben, einen Probe-seminarschein im Rahmen des Schwerpunktbereiches 1 „Grundlagen des Rechts und der Rechtswissenschaft“ gem. § 5 Abs. 1 SBPrüfO durch eine Seminararbeit mit Vortrag zu erwerben oder eine wissenschaftliche Arbeit zu erstellen.

 

Bei Schwerpunktbereichsstudierenden, die eine wissenschaftliche Arbeit erstellen wollen, muss die Anmeldung bis spätestens 28. Februar 2018 am Lehrstuhl erfolgt sein. Eine Kopie des Probeseminarscheins ist abzugeben. Alle übrigen Interessenten können sich bis zum Beginn des Sommersemesters in die ausliegende Teilnehmerliste eintragen.

 

 

Vorbesprechung zum Seminar:

 

„Das Volk zwischen Souveränität und Rechtsbindung“

 

Die angekündigte Vorbesprechung zum o.g. Seminar findet am

 

Donnerstag, dem 12. April 2018 um 18:15 Uhr im SR 131 (CZS 3)

 

statt.

 

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sekretärin Wissenschaftliche Mitarbeiter  
Birgit David
Raum 1.49
Telefon: 03641/942230
Telefax: 03641/942232
E-mail: b.david{at}recht.uni-jena.de

Öffnungszeiten des Sekretariats:
Montag - Mittwoch: 10:00-12:00 Uhr, Donnerstag: 13:00-14:00 Uhr

 

 


Wissenschaftliche Hilfskräfte:

Isabelle Kutting ref. iur.

 

 

 

 

Barbara Bushart
Raum 1.47
Telefon: 03641/942233
E-mail: barbara.bushart{at}uni-jena.de

 

Maurin Schunke
Raum 1.46
Telefon: 03641/942234
E-mail: maurin.schunke{at}uni-jena.de

 

Rick Wendler
Raum 1.48
Telefon: 03641/942235
E-mail: rick.wendler{at}uni-jena.de

 

 

 

Lehrstuhlinhaber: Prof. Dr. Walter Pauly
Postadresse: Friedrich- Schiller- Universität Jena
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtsphilosophie
Herr Prof. Dr. Walter Pauly
D - 07737 Jena
Standort:

Friedrich- Schiller- Universität Jena
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtsphilosophie
Herr Prof. Dr. Walter Pauly
Carl-Zeiß-Str. 3
D - 07743 Jena

Tel.: +49-(0)3641-9-42230
Fax: +49-(0)3641-9-42232
Mail: w.pauly{at}recht.uni-jena.de

Sprechzeit:

Mittwoch von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Raum 1.44
(in der vorlesungsfreien Zeit Termie nach Vereinbarung)

Bitte melden Sie sich im Sekretariat an!