Veranstaltungseckdaten
- Beginn
- Ende
- Veranstaltungsarten
- Vortrag
- Ort
-
Hörsaal 6
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena
Google Maps – LageplanExterner Link - Es referiert
- Dr. Jara Streuer, Akademische Rätin a.Z., Universität Münster
- Organisiert von
-
Gleichstellungsteam der Rechtswissenschaftlichen Fakultät
- weiterführender Link
- Weitere Informationen
- Veranstaltungssprache
- Deutsch
- Veranstaltungswebseite
- Mehr erfahrenpdf, 330 kb
- Barrierearmer Zugang
- ja
- Öffentlich
- ja
Das Strafrecht ist das „schärfste Schwert" staatlicher Reaktion auf Unrecht. Auch im Kontext geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung wird mitunter gefordert, durch neue Straftatbestände oder höhere Strafen ein Zeichen zu setzen und Betroffene besser zu schützen. Doch was kann das Strafrecht tatsächlich leisten – und wo liegen seine Grenzen?
Der Vortrag geht dieser Frage aus feministischer Perspektive nach. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass geschlechtsbezogene Gewalt nicht nur aus einzelnen Taten besteht, sondern Teil eines strukturellen Kontinuums ist. Anhand von Beispielen wie dem strafrechtlichen Umgang mit Trennungstötungen oder „Haustyrannenfällen“ sowie der aktuellen Debatte um die Strafbarkeit und Strafwürdigkeit von „Catcalling“ werden die Möglichkeiten und Grenzen des strafrechtlichen Umgangs mit geschlechtsbezogener und anderer struktureller Gewalt diskutiert.