Richterhammer

Kann Strafrecht feministisch sein?

Vortrag von Dr. Jara Streuer, Akademische Rätin a.Z. der Universität Münster
Richterhammer
Foto: Daniel_B_photos - pixabay.com
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Veranstaltungseckdaten

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Beginn
Ende
Veranstaltungsarten
Vortrag
Ort
Hörsaal 6
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena
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Es referiert
Dr. Jara Streuer, Akademische Rätin a.Z., Universität Münster
Organisiert von
Gleichstellungsteam der Rechtswissenschaftlichen Fakultät
weiterführender Link
Weitere Informationen
Veranstaltungssprache
Deutsch
Veranstaltungswebseite
Mehr erfahrenpdf, 330 kb
Barrierearmer Zugang
ja
Öffentlich
ja

Das Strafrecht ist das „schärfste Schwert" staatlicher Reaktion auf Unrecht. Auch im Kontext geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung wird mitunter gefordert, durch neue Straftatbestände oder höhere Strafen ein Zeichen zu setzen und Betroffene besser zu schützen. Doch was kann das Strafrecht tatsächlich leisten – und wo liegen seine Grenzen?
Der Vortrag geht dieser Frage aus feministischer Perspektive nach. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass geschlechtsbezogene Gewalt nicht nur aus einzelnen Taten besteht, sondern Teil eines strukturellen Kontinuums ist. Anhand von Beispielen wie dem strafrechtlichen Umgang mit Trennungstötungen oder „Haustyrannenfällen“ sowie der aktuellen Debatte um die Strafbarkeit und Strafwürdigkeit von „Catcalling“ werden die Möglichkeiten und Grenzen des strafrechtlichen Umgangs mit geschlechtsbezogener und anderer struktureller Gewalt diskutiert.