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Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

Online-Games zwischen wirtschaftlichem Erfolg und Spielerschutz

Veranstaltungsart:Podiumsdiskussion - 7. Medienrechtliche Gespräche
Zeitraum: 07.05.2018 16:00 Uhr - 20:00 Uhr
Ort:Rosensäle, Fürstengraben 27
Veranstalter:Lehrstuhl für Bgl.R./WR/MR und Thüringer Landesmedienanstalt
Ansprechpartner:

Prof. Dr. Christian Alexander

Details:

Online-Games, also Spiele im Internet, sind allgegenwärtig. Längst haben sie sich von einem Nischenphänomen zu einem Massenmarkt entwickelt. Praktisch für alle Internetnutzer und Interessen finden sich heute Online-Spiele verschiedenster Art, die oftmals zugleich die Möglichkeit einer Interaktion zwischen den Spielern bieten. Smartphones und mobile Geräte erlauben es, praktisch überall zu spielen. Die fortschreitende technische Entwicklung gewährleistet ein immer eindrucksvolleres Spielerlebnis – Nutzer können aus der Realität in die virtuelle Spielewelt entfliehen.
Spiele im Internet binden die Aufmerksamkeit der Nutzer und treten vielfach in Konkurrenz zu anderen Medien. Eine besonders wichtige Zielgruppe von Internet-Spielen sind vor allem Kinder und Jugendliche, also Nutzer, bei denen digitale Medien aus dem Lebensalltag nicht mehr wegzudenken sind.
Das wirtschaftliche Geschäft mit Online-Spielen boomt. Die Geschäftsmodelle unterliegen dabei einem grundlegenden Wandel. An die Stelle von kostenpflichtigen Programmen, die auf Datenträgern vertrieben werden, treten verstärkt Angebote, bei denen Nutzern der erste Zugang zu einer Spielewelt unentgeltlich gewährt wird, er aber im weiteren Verlauf des Spiels zur Inanspruchnahme von kostenpflichtigen Leistungen, z. B. in Form neuer Spielelevel, einer besseren Ausrüstung für Spielcharaktere, Spielerweiterungen usw., veranlasst werden soll.
Diese neuen Entwicklungen werfen zahlreiche Fragen auf. So ist schon problematisch, welche vertragsrechtlichen Anforderungen zu stellen sind: Welches Vertragsrecht gilt, gerade bei grenzüberschreitenden Angeboten? Welche Schutzmechanismen greifen ein und wie kann sichergestellt werden, dass insbesondere der Verbraucherschutz beachtet wird? Des Weiteren gelten lauterkeits- und medienrechtliche Schutzmechanismen, insbesondere zugunsten von Kindern und Jugendlichen. Beispielsweise untersagt die Rechtsordnung Kaufappelle, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richten und die gerade bei Online-Spielen große praktische Bedeutung haben. Darüber hinaus verbietet das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb die aggressive Einflussnahme auf Kunden.
Die 7. Jenaer Medienrechtliche Gespräche von Friedrich-Schiller-Universität und Thüringer Landesmedienanstalt bieten die Gelegenheit, über Online-Games zwischen wirtschaftlichem Erfolg und Spielerschutz zu diskutieren. Medienschaffende, Mediennutzer und alle medienrechtlich Interessierten sind sehr herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.