Informationen für Studieninteressierte

Studium1Neben den hier bereit gestellten Informationen gibt die Broschüre zum Studium der Rechtswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen kurzen Überblick zum Jurastudium. Auch das Studentenportal Jura in Jena gibt einen ausführlichen Einblick in das Jurastudium und das Studentenleben in Jena. Daneben erteilt die Studienfachberatung der Fakultät Auskünfte, Tipps und Hinweise über Inhalte, Anforderungen und Aufbau des Jurastudiums. Während des Studiums unterstützt sie außerdem die Jurastudenten in ihrem Studium durch studienbegleitende Beratung. Auch das Schülerportal der Universität hält zahlreiche Tipps und Hinweise zum Studium in Jena, u.a. zum studentischen Wohnen in Jena bereit.

Warum Jura?

Ein Jurastudium bietet neben den klassischen Berufsperspektiven wie Anwalt, Richter und Staatsanwalt vielfältige Betätigungsfelder. Während des Studiums wird nicht nur juristisches Fachwissen vermittelt, man lernt auch, wie man problematische Sachverhalte effizient analysiert sowie logisch und differenziert löst. Wortgewandtheit und Argumentationstechniken werden dabei ebenso wie ein messerscharfes Problembewusstsein geschult. Diese Fähigkeiten sind gerade in Führungspositionen von größter Notwendigkeit. Zudem ist das Jurastudium ein ausgesprochen praxisbezogenes Studium. Die Rechtswissenschaft nimmt ihre Fragestellungen häufig direkt aus der Praxis. Auch die Ausbildung reagiert darauf: An das Jurastudium schließt sich ein Referendariat an, das den Absolventen zum "Volljuristen" ausbildet. In dieser Zeit werden alle praktisch relevanten Arbeitsfelder des Juristen kennen gelernt.

Warum Jura auf Staatsexamen?

StudiumDas Studium der Rechtswissenschaften wird in Thüringen allein an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Jena mit dem Abschluss Erste Juristische Prüfung (= Staatsexamen) angeboten. Nur die erfolgreiche Absolvierung der Ersten Juristischen Prüfung befähigt zum Juristischen Vorbereitungsdienst, an dessen Ende die Zweite Juristische Prüfung (Staatsexamen) steht. Nur wer beide Examina hat, darf auch als Richter, Anwalt, Staatsanwalt und in weiteren klassischen juristischen Berufen, z. B. im höheren Dienst der Verwaltung tätig sein. Zudem legen auch Unternehmen großen Wert auf den höherwertigen Abschluss. Durch die verstärkt fachübergreifende, praxisorientiere Ausbildung und die verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten während des Studiums bietet das Jurastudium auf Staatsexamen mehr als jedes Bachelorstudium, da man sich nicht von vornherein für einen der vielen Berufszweige entscheiden muss. So stehen einem auch nach dem Studium noch alle Türen offen - und das bei besseren Einstellungsvoraussetzungen. Auch die Dauer des Studiums sollte nicht gleich abschrecken. Mit 9 Semestern Regelstudienzeit dauert das Jurastudium gegenüber einem Bachelorstudium zwar 1,5 Jahre länger, doch reicht ein Bachelorstudium in der Regel nicht aus, um erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt agieren zu können. Dann muss nach dem Bachelor noch ein passendes Masterstudium, das weitere zwei Jahre dauert, absolviert werden.

Wie lange dauert ein Jurastudium?

Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester. Die Abschlussprüfung legt man jedoch bereits nach 8. Semestern ab, es folgt dann nur noch die mündliche Prüfung.

Kann ich das Studium auch im Sommersemester beginnen?

Ja! Die meisten Studiengänge beginnen in der Regel im Wintersemester, das jedes Jahr am 1. Oktober anfängt. An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Jena kann jedoch das Jurastudium zum Winter- als auch zum Sommersemester, also zum 1. April, aufgenommen werden.

Ist Jura wirklich so trocken?

BiboZugegeben: Ohne Fleiß kein Preis. Allein das Bürgerliche Gesetzbuch hat fast 2.400 Paragrafen - wer kann diese schon auswendig lernen? Der wichtigste Kommentar zu diesem Gesetzbuch wiegt mehrere Kilogramm, wer kann solch ein Buch schon durchlesen? Wer keine Bücher mag, wird es also in der Rechtswissenschaft schwer haben. Trotzdem ist das Jurastudium kein Fluchtort für Stubenhocker mit Frischluftallergie. Die Jurisprudenz ist mit vielen Geistes- und Sozialwissenschaften eng verknüpft, ob Geschichte oder Philosophie, ob Politologie, Soziologie oder Ökonomie. Sie ist auch in sich breit gefächert. So gibt es unzählige, interessante Spezialisierungsmöglichkeiten und Fachgebiete wie z. B. Umwelt- und Energierecht, Wirtschaftsrecht, Medizin- und Pharmarecht, Medien- und Urheberrecht, Sportrecht, Polizei- und Gefahrenabwehrrecht, Kriminalistik, Pferderecht und sogar Weltraumrecht. Es stehen also eine ganze Reihe von Entfaltungsmöglichkeiten offen.

Haben wir es nicht mit einer Juristenschwemme zu tun? Lohnt es sich überhaupt heutzutage noch, ein Jurastudium anzufangen?

StudiumWahrscheinlich lässt sich für kein Studienfach eine sichere Prognose für die Berufsaussichten nach Studienende stellen. Für Jurastudenten ergeben sich im Vergleich zu ähnlichen Studiengängen zwei entscheidende Vorteile. Erstens: Es werden immer gute Juristen gesucht. Wer überdurchschnittliche Studienergebnisse erzielt, wird auf das Interesse von Arbeitgebern in den juristischen Berufen stoßen. Zweitens: Wer seinen Traum von einer Tätigkeit als Richter, Staatsanwalt, Notar, Rechtsanwalt, Wirtschaftsjurist … nicht verwirklichen kann, dem eröffnen sich viele weitere Tätigkeitsfelder. Denn die im Jurastudium vermittelten Fähigkeiten sind gerade in Führungspositionen von größter Notwendigkeit. Insbesondere in der Verwaltung, aber auch in der Politik und in der freien Wirtschaft, im Journalismus und in Verbänden sind juristisches Know-how und Denkvermögen stark gefragt. Die große Zahl von Juristen unter den bedeutenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Vergangenheit wie Gegenwart belegt die auf ihrer Weise.

Wie und bis wann kann ich mich einschreiben?

Da es sich um ein zulassungsfreies Studium handelt, erfolgt die Immatrikulation gleich online. Die Einschreibungsfrist endet am 15. September für den Studienbeginn im Wintersemester und am 15. März für den Studienbeginn im Sommersemester.