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Philip C. Jessup Moot Court

Jessup2Beim Jessup Moot Court handelt es sich um den ältesten und größten völkerrechtlichen Moot Court. Er wurde 1959 von Studenten der Harvard und Columbia University und der University of Virginia gegründet. Organisiert wird der Wettbewerb von der International Law Student Organisation (ILSA) und es nehmen jährlich mehrere tausend Studenten von über 500 Universitäten aus ca. 90 Ländern teil.
Im September jeden Jahres wird ein umfassender Sachverhalt (Compromis) veröffentlicht. Alle Teilnehmer bearbeiten denselben Sachverhalt und schreiben bis Mitte Januar die Schriftsätze (Memorials). Beim Jessup Moot Court geht es dann letztlich um eine simulierte Gerichtsverhandlung in englischer Sprache vor einem fiktiven Internationalen Gerichtshof (IGH). Die Richterbank ist mit Völkerrechtsexperten, darunter Richter des IGH, Professoren und Praktikern, besetzt. Die Teams repräsentieren sowohl Kläger- als auch Beklagtenseite und müssen sich zunächst beim nationalen Ausscheid in mündlichen Verhandlungen gegen die Teams anderer Universitäten durchsetzen, um sich dann für den internationalen Ausscheid in Washington, D.C. zu qualifizieren.
Die völkerrechtlichen Fragestellungen beim Jessup Moot Court sind vielschichtig und werden zunehmend mit wirtschaftsrechtlichen Problemen angereichert.
Seit der ersten Teilnahme am Philip C. Jessup Moot Court im Jahre 1997 kann die Friedrich-Schiller-Universität Jena auf viele Erfolge zurückblicken. Das Jenaer Team wurde bereits viermal "German National Champion". Achtmal erreichten Jenaer das Finale des deutschen Vorausscheidsund erwarben damit jeweils eines der zwei deutschen Teilnahmetickets für die"International Rounds" in Washington D.C. Ebenfalls erzielte das Jenaer Team für den Schriftsatz (Memorial) mehrfach vorderste Plätze beim nationalen Ausscheid, in den letzten beiden Jahren war Jena national jeweils Erstplatzierter der Schriftsätze. Auch weltweit wurden unsere Schriftsätze vielfach ausgezeichnet: im Jahre 2005 erreichtedas Jenaer Memorial den 2. Platz weltweit, im Jahre 2010 den 8. sowie in der vergangenen Jessup-Saison 2011, den 7. Platz. Darüber hinaus belegten unsere Vortragenden wiederholt vorderste Plätze, so wurden JenaerInnen bereits 2002, 2004, 2006 und 2009 als "Best Oralist national" ausgezeichnet, auch international schafften Jenaer Redner in jedem teilnehmenden Jahr Platzierungen in der internationalen "Top 100 IndividualOralists"-Liste.